Rund um den Alexanderplatz wurde der Himmel entfernt und gegen einen farbigen Hintergrund getauscht. Die Abstehende Silhouette wirft einen Schatten auf den Hintergrund und die Schrift die betitelt was der Betrachter sieht. Diese Serie spielt mit einem mentalen Automatismus des Sehens und Lesens. Der Schriftzug wird nicht nur gesehen, sondern unwillkürlich ausgesprochen. Das Foto wird damit zu einer Art visuellem Echo.


Wie Fische im Aquarium bewegen sich die Menschen durch die Ausstellung. Wer ist besser ausgeleuchtet, die Besucher oder die Expressionisten an der Wand?
Rockstar, Mutter oder Dönermann von nebenan. Freunde in ihrem natürlichen Habitat fotografieren und somit für die Ewigkeit zu konservieren, bringt große Freude. Wenn ich es doch nur öfter machen würde.

2026 — graues Berlin?
Rund um das Haus der Statistik wurde der Himmel entfernt.
Die Silhouette steht etwas ab und wirft einen Schatten auf den farbigen Hintergrund, was den Objekten eine räumliche Wirkung verleiht.

Der Moment, in dem eigene Fotografien zum ersten Mal ausgestellt werden, ist für Künstler die nächste Evolutionsstufe. Bis dahin existieren die Bilder oft in einem geschützten Raum: auf der eigenen Festplatte, auf Social Media. Man kann experimentieren, verwerfen, neu anfangen, alles ohne große Konsequenzen.
Eine Ausstellung verändert diese Situation grundlegend.
Plötzlich werden Entscheidungen endgültig. Bilder verlassen den digitalen Raum und werden physisch. Es geht um die Größe und Material, das Druckverfahren und die Rahmung, denn all das beeinflusst, wie ein Bild wahrgenommen wird. Was auf dem Bildschirm funktioniert hat, wirkt an der Wand vielleicht ganz anders.
Mit der Ausstellung beginnt auch eine neue Form der Verantwortung gegenüber den eigenen Arbeiten. Welche Bilder wählt man aus? Welche hängen nebeneinander und welche bleiben bewusst draußen?
All diese Entscheidungen formen am Ende das Erlebnis der Besucher.
Doch neben der kreativen Seite gibt es auch eine organisatorische Realität. Eine Ausstellung bedeutet Planung: Transport der Bilder, Hängung, Licht, Beschriftungen, Einladung von Gästen, Kommunikation nach außen und das Budget. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Fotografie, sondern auch um Präsentation und Öffentlichkeit.
Das Stresslevel steigt – manchmal deutlich.
Denn mit der Ausstellung stellt man sich einem Publikum. Menschen werden angesprochen, urteilen, fühlen vielleicht etwas oder auch nicht. Diese Offenheit gehört dazu. Sie ist gleichzeitig beängstigend und faszinierend.
Genau darin liegt aber auch die besondere Qualität einer Ausstellung.
Ein Bild an der Wand ist nicht mehr nur eine Datei. Es wird zu einem Objekt im Raum. Besucher stehen davor, treten näher heran, entdecken Details, gehen wieder ein paar Schritte zurück. Sie nehmen sich Zeit.
Und genau in diesem Moment beginnt die eigentliche Begegnung zwischen Bild und Betrachter.

Jede Gartenlaube wirkt auf mich wie eine kleine Theaterbühne.
Manchmal wild gewachsen, manchmal sorgfältig arrangiert. Das Gras ist englisch kurz geschnitten, das Beet ordentlich gesetzt, die Hecke exakt quadratisch gestutzt. Hier steht eine Gießkanne, dort ragt ein Baum weit in den Garten hinein.
Diese Orte sind kleine Kosmen des Rückzugs mitten in der Stadt. Ein Stück Privatheit, verborgen hinter Hecken und Zäunen, abgeschirmt vom Lärm des Alltags.
Wie auf einer Bühne scheint alles bereit zu sein, als würde gleich jemand auftreten: der Besitzer, der Nachbar, der Nachmittag.
Bilder ohne Menschen und doch voller Spuren von ihnen.
Gartenlaube, Kleingarten, Datsche
Jede Gartenlaube wirkt auf mich wie eine kleine Theaterbühne.
Manchmal wild gewachsen, manchmal sorgfältig arrangiert. Das Gras ist englisch kurz geschnitten, das Beet ordentlich gesetzt, die Hecke exakt quadratisch gestutzt. Hier steht eine Gießkanne, dort ragt ein Baum weit in den Garten hinein.
Diese Orte sind kleine Kosmen des Rückzugs mitten in der Stadt. Ein Stück Privatheit, verborgen hinter Hecken und Zäunen, abgeschirmt vom Lärm des Alltags.
Wie auf einer Bühne scheint alles bereit zu sein, als würde gleich jemand auftreten: der Besitzer, der Nachbar, der Nachmittag.
Bilder ohne Menschen und doch voller Spuren von ihnen.
