FineArt Papier
Früher, als ich meine ersten Fotos vergrößern wollte, bin ich in den Copyshop gegangen. Schwarzweiß-Plotter waren meine Werkzeuge, und ich war fasziniert, wie meine Motive plötzlich in A0-Format vor mir lagen – einfach, kontrastreich, aber immer ein wenig rau und technisch.
Viele Jahre später entdeckte ich FineArt-Papier. Die Farben, die Tiefe, die sanften Übergänge und die haptische Struktur machten meine Bilder lebendig, fast greifbar. Plötzlich waren es nicht mehr nur Drucke, sondern echte Kunstwerke.
Ein Tipp für alle Fotograf:innen: Auf einem normalen Monitor können Prints oft zu dunkel wirken. Prüft eure Daten unbedingt auf einem kalibrierten Monitor, sonst verbrennt ihr unnötig Geld, glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung.
Ich möchte meine Erfahrungen mit den verschiedenen Papieren teilen.
Mein derzeitiges Lieblings-FineArt-Papier ist Hahnemühle FineArt Pearl.
Anfangs hatte ich meine Probleme mit glänzendem Papier, weil ich Glanz mit Billig assoziierte.
Ich musste erst die Vorteile verstehen: Bilder mit hohem Kontrast, hohem Schwarzanteil, die dunklen Bereiche haben mehr Kraft. Ein Sternenhimmel zum Beispiel funktioniert, weil das Schwarz Tiefe hat und die Sterne durch den Glanz hindurch leuchten. Eine Laterne bei Nacht wirkt ebenfalls besser als auf einem matten Material.
Mein absoluter Lieblings-FineArt-Papier ist Hahnemühle Photo Rag. Hier hat meine Reise begonnen.
Die matte Oberfläche in Kombination mit Farbdichte und Schärfe sowie eine leichte Kartonstruktur machen dieses FineArt-Papier zum idealen Material für Einsteiger.
Zunächst musste ich lernen, dass ein Tintenstrahldruck im Vergleich zu Fotopapier viel schärfer ist. Das Gerät heißt „Fadenzähler” und es ist spannend, den Unterschied zwischen den beiden Papiertechniken mit einer Lupe zu sehen.
Ich kann jedem empfehlen einmal einen Tintendruck neben einem Fotopapier unter der Lupe zu betrachten. Es wird alles ändern.







